Herztöne

Aufgeigen rund um die Burg
Samstag, 18. Juni 2022
Einlass: 14.00 Uhr / Beginn: 15.00 Uhr
Burgarena Reinsberg

Mit dem Herztöne Festival im Juni will das Kulturdorf Reinsberg einmal im Jahr die Vielfalt der österreichischen Musik hervorheben. Herztöne, das sind die Klänge, die Sprache des Herzens, die emotionale Sprache, durch die wir uns, mittels Musik, ausdrücken können.

 

2022 steht die Geige, in ihrer ganzen Vielseitigkeit im Zentrum des musikalischen Geschehens. Sei es in der klassischen oder volkstümlichen Musik, in der irischen Fiddle Tradition oder im Musikkabarett, überall kommt sie zum Einsatz. Sie wird gezupft, gestrichen, geklopft, berührt und ihre Töne erklingen. Zart und edel, verspielt und bodenständig oder gar kratzig, alles ist möglich.

 

Für das Herztöne Wochenende haben wir unterschiedliche Ensembles eingeladen, die eben diese Vielfalt erklingen lassen und an unterschiedlichen Plätzen auf der und rund um die Burgarena aufgeigen werden.
Am Nachmittag gibt es unter anderen nicht nur den weithin bekannten Dialektliedermacher Andreas Fasching auf seiner Geige zu hören. Auch Black Market Tune fiedeln ganz im Zeichen des Celtic Folk Genre auf. Am Abend dürfen wir uns dann auf kraftvoll Virtuoses, feurig Verrücktes von den Tanzgeigern freuen.

Die Tanzgeiger

 

Das Kontinuierliche in der Lebens- und Musikgeschichte der Tanzgeiger ist die Veränderung. Gewandelt haben sich Besetzung und Repertoire. Die Konstanten, die die sieben Musiker zu einem Klangkörper verbinden, sind das Bekenntnis zu den eigenen musikalischen Wurzeln, die Hellhörigkeit für das Fremde und die Lust, Grenzen zu überschreiten. Wenn sie mit ihrer Musik um die Welt reisen, von Mumbai über Tegernsee nach Chicago, ist es ein Geben und Nehmen. Das Geben ist selbsterklärend, das Nehmen ereignet sich zumeist auf denkbar natürliche Weise: eine Melodie wird vorgesungen oder kurz angespielt – sofort nehmen die Tanzgeiger Spur auf. Zur ersten Stimme findet sich augenblicklich die zweite, dazu der Bass, die Harmonie, eine Tenor- oder Gegenstimme der Bläser, es wird transponiert, variiert, improvisiert, kurz: es geht dahin. So landen anstelle von touristischen Devotionalien immer wieder musikalische Souvenirs in  ihrem Handgepäck, die in ihrem Repertoire bleiben. Sei es Kolomejka, Hungarisch oder finnische Jenkka – die Tanzgeiger verleiben sich die Melodien ein und prägen sie durch ihren eigenen Stil. Nie sind sie das Abziehbild eines Originals, immer sind sie original sie selbst.

Black Market Tune

Black Market Tune präsentiert das aktuelle Programm „Drifters & Vagabonds“, das mit einem völlig neuen Bild von Folkmusik überrascht. Schwedische Sterbelieder, schottische Trinklieder und österreichische Jodler werden mit Kompositionen aus eigener Feder kombiniert. Europäische Musiktradition trifft auf Experimentierfreudigkeit. Jazz und Blues fließen genauso mit ein wie Elektronisches. Black Market Tune klingt rau und ungekämmt, herzzerschmetternd und lyrisch zugleich. Paul Dangl, Colin Nicholson, Jörg Reissner und Johanna Kugler brechen das traditionell eher straffe Folkgenre auf und schaffen einen unverwechselbaren Sound, der in die Knochen kriecht.

Andreas Julius Fasching

Er ist bekannt als bissiger Dialekt-Liedermacher in der Tradition eines H.C. Artmann oder eines Qualtingers. Andreas Julius Fasching, der Komponist, Autor und Musiker spielt virtuos auf dem Instrument der musikalischen Satire. Den Einblick in die ländlichen Verhältnisse hat der gebürtige Grestner von klein auf. „Er ist gelernter Niederösterreicher“. Die musikalische Gewandtheit in allen Richtungen hat er sich aus der Stadt geholt. Andreas Julius Fasching erzählt in bösartigem bis melancholischem Stil vom Leben und Sterben in der Provinz. Im Lokaluniversum zwischen Kritzendorf und Amstetten irren die Gestalten aus seinen Liedern herum. Das Publikum erwartet unter anderem Aufklärung über die gefährdete Art der Tankstellentrinker, die drohende redaktionelle Amöbenruhr, Burnout gefährdete Jausen-Station-Besitzer, Kreisverkehrsfetischisten die nicht für Tiere bremsen und inneralpine Swinger Clubs. Wer wie er von dem Unterhaltungswert und der Sinnlichkeit des „G‘scheit-Seins“ überzeugt ist, kann es sich leisten, Handfestes in sein Werk einfließen zu lassen, ohne ins „musikantenstadlische“ abzugleiten. Das Publiküm erwartet ein Unterhaltsamer Abend zwischen Singer/Songwriting und Standup-Musikkabarett.

EINTRITT:

 

VVK Erwachsene € 24,-
VVK Kinder (bis 15 J.) € 6,-
VVK Studenten, Lehrlinge, Präsenzdiener € 11,-

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